Landing Page – Zielgerichtete Seiten für Conversions
TL;DR - die Kurzfassung
Was ist eine Landing Page?
Eine Landing Page (deutsch: Zielseite) ist eine eigenständige Webseite mit einem einzigen, klaren Ziel: Besucher sollen eine bestimmte Aktion ausführen.
Typische Ziele:
- Formular ausfüllen (Lead Magnet downloaden)
- Webinar-Anmeldung
- Demo buchen
- Free Trial starten
- Kontakt aufnehmen
Landing Pages unterscheiden sich grundlegend von normalen Websites:
- Keine Navigation: Keine Ablenkung durch Menüs
- Ein Ziel: Nur ein Call-to-Action (CTA)
- Fokussiert: Alles auf der Seite dient der Conversion
Warum Landing Pages wichtig sind
Normale Website:
Viele Optionen, viele Links, viele Ziele. Besucher können sich überall hin bewegen – oder abspringen.
Landing Page:
Ein Weg, ein Ziel. Besucher entscheiden: entweder konvertieren oder gehen.
Zahlen sprechen für sich:
Kampagnen mit dedizierten Landing Pages haben deutlich höhere Conversion Rates als Kampagnen, die auf die Startseite oder allgemeine Unterseiten führen.
Elemente einer erfolgreichen Landing Page
1. Klare, nutzenorientierte Headline
Die Headline muss in 3 Sekunden klar machen: Was bekomme ich hier? Kein Marketing-Blabla, sondern direkter Nutzen.
Schwach: "Unsere Lösung für Ihr Unternehmen"
Stark: "Reduzieren Sie IT-Kosten um 30% mit unserer Cloud-Lösung"
2. Präziser Subheadline
Ergänzt die Headline mit zusätzlichem Kontext. Erklärt das "Wie" oder "Warum".
3. Vertrauenselemente
- Logos von bekannten Kunden
- Testimonials
- Zertifizierungen
- Case Studies (kurze Auszüge)
4. Nutzenorientierte Inhalte
Keine Feature-Listen. Sondern: Was bedeuten die Features für den Nutzer?
Schwach: "KI-gestützte Analyse"
Stark: "Finden Sie Einsparpotenziale in 10 Minuten statt 3 Tagen"
5. Call-to-Action (CTA)
Der Button oder das Formular. Muss klar, sichtbar und handlungsorientiert sein.
Schwach: "Absenden"
Stark: "Jetzt kostenlosen Audit starten"
6. Visuelle Hierarchie
Die wichtigsten Elemente müssen sofort ins Auge fallen. Typische Struktur:
- Headline + Subheadline oben
- Nutzen und Vertrauenselemente in der Mitte
- CTA prominent platziert (above the fold und am Ende)
Landing Page vs. Website
| Aspekt | Landing Page | Website |
|---|---|---|
| Ziel | Eine Conversion | Informieren, mehrere Ziele |
| Navigation | Keine | Vollständig |
| CTAs | Ein Haupt-CTA | Mehrere |
| Traffic-Quelle | Kampagnen (Ads, E-Mail) | Organisch, direkt |
| Optimierung | Conversion Rate | Vielseitigkeit |
Landing Pages im B2B
Im B2B unterscheiden sich Landing Pages von B2C-Seiten:
Längere Entscheidungszyklen:
Eine Landing Page führt selten direkt zum Kauf. Sie ist der Einstieg in einen längeren Prozess.
Mehr Kontext nötig:
B2B-Käufer brauchen mehr Informationen. Landing Pages dürfen länger sein – aber nur, wenn jedes Element die Conversion unterstützt.
Vertrauen ist entscheidender:
Testimonials, Case Studies, bekannte Kunden-Logos sind im B2B unverzichtbar.
Conversion-Optimierung: Was funktioniert?
Formular-Länge:
Je kürzer, desto höher die Conversion Rate – aber: desto niedriger die Lead-Qualität.
Faustregel: Im B2B reichen oft 4–5 Felder (Name, E-Mail, Unternehmen, Position).
Above the Fold:
Der wichtigste Content und der CTA müssen ohne Scrollen sichtbar sein.
Social Proof:
"500 Unternehmen nutzen unsere Lösung" ist stärker als jede Feature-Beschreibung.
Dringlichkeit (mit Vorsicht):
"Nur noch 3 Plätze frei" funktioniert – aber nur, wenn es echt ist. Künstliche Dringlichkeit schadet der Glaubwürdigkeit.
Mobile Optimierung:
Im B2B kommen viele Besucher über LinkedIn Ads auf mobile Geräte. Landing Pages müssen auf Smartphone und Tablet perfekt funktionieren.
Häufige Fehler bei Landing Pages
Zu viele Optionen:
Navigation, Footer-Links, Social-Media-Icons – alles Ablenkungen. Jeder zusätzliche Link senkt die Conversion Rate.
Unklare Headline:
Wenn Besucher nicht sofort verstehen, worum es geht, springen sie ab.
Generischer Content:
"Führende Lösung für digitale Transformation" sagt nichts. Spezifischer Nutzen überzeugt.
CTA zu schwach:
"Mehr erfahren" ist langweilig. "Kostenlosen Security-Audit starten" ist handlungsorientiert.
Kein Vertrauen:
Warum sollte jemand seine Daten eingeben? Testimonials, Logos, Garantien schaffen Vertrauen.
Landing Pages und der Marketing Funnel
Landing Pages funktionieren auf allen Funnel-Ebenen – aber unterschiedlich:
Top of Funnel:
Lead Magnets wie Whitepaper oder Guides. Niedrige Hürde, breite Zielgruppe.
Middle of Funnel:
Webinar-Anmeldungen, Case Studies. Nutzer sind bereits interessiert, brauchen mehr Tiefe.
Bottom of Funnel:
Demo-Buchungen, Erstgespräche. Nutzer sind kaufbereit. Formular darf spezifischer sein (Budget, Zeitrahmen).
Landing Pages testen und optimieren
Landing Pages sollten nie "fertig" sein. A/B-Tests zeigen, was funktioniert:
Testbare Elemente:
- Headlines und Subheadlines
- CTA-Text und Button-Farbe
- Formularlänge
- Bilder vs. Videos
- Positionierung von Vertrauenselementen
Best Practice:
Nur ein Element gleichzeitig testen. Sonst weißt du nicht, was die Verbesserung gebracht hat.
Landing Pages im Kontext von Lead Generation
Landing Pages sind das zentrale Conversion-Element in Lead-Generation-Kampagnen. Sie funktionieren am besten, wenn Traffic gezielt über Ads, E-Mail-Kampagnen oder Retargeting auf sie geleitet wird – nicht als Ziel für organischen Traffic.
Häufig gestellte Fragen zu
Landing Page
Eine Landing Page ist eine speziell optimierte Webseite mit einem einzigen Ziel: Besucher zu einer bestimmten Handlung bewegen (z.B. Formular ausfüllen, Demo buchen).
Jede Ablenkung senkt die Conversion Rate. Landing Pages entfernen bewusst alle Optionen außer dem Haupt-CTA, damit Besucher sich auf die gewünschte Handlung fokussieren.
So wenige wie möglich für akzeptable Lead-Qualität. Im B2B reichen oft 4–5 Felder: Name, E-Mail, Unternehmen, Position.
Eine Website hat viele Ziele und volle Navigation. Eine Landing Page hat ein Ziel und keine Ablenkungen. Landing Pages sind für Kampagnen, Websites für organischen Traffic.
A/B-Tests: Ändere ein Element (Headline, CTA-Text, Formular) und messe, welche Version besser konvertiert. Optimiere kontinuierlich.
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