Lead Nurturing – Der Weg von Interesse zu Kaufbereitschaft

TL;DR - die Kurzfassung

Lead Nurturing bezeichnet die kontinuierliche Betreuung und Qualifizierung von Leads durch gezielte Kommunikation. Ziel ist es, Interesse zu vertiefen, Vertrauen aufzubauen und Leads durch den Funnel zu begleiten – vom ersten Kontakt bis zur Kaufbereitschaft.

Was ist Lead Nurturing?

Lead Nurturing bedeutet: Leads durch gezielte Kommunikation weiterentwickeln. Ein Lead, der ein Whitepaper herunterlädt, ist selten sofort kaufbereit. Lead Nurturing begleitet ihn durch den Prozess – mit relevantem Content, personalisierten Angeboten und kontinuierlichem Kontakt.

Das Ziel: Aus einem MQL einen SQL machen. Aus Interesse wird Kaufbereitschaft.

Warum ist Lead Nurturing wichtig?

Im B2B dauern Kaufentscheidungen oft Monate. Potenzielle Kunden recherchieren, vergleichen, sprechen intern – und verschwinden zwischendurch. Ohne Lead Nurturing gehen diese Kontakte verloren.

Die Zahlen sprechen für sich:

  • 60–70% der Leads konvertieren nicht beim ersten Kontakt
  • Unternehmen mit aktivem Lead Nurturing generieren 50% mehr verkaufsreife Leads bei 33% geringeren Kosten (Quelle: Forrester)
  • Nurtured Leads tätigen durchschnittlich 47% größere Käufe als nicht-nurtured Leads (Quelle: Annuitas Group)

Typische Lead-Nurturing-Maßnahmen

Lead Nurturing nutzt verschiedene Kanäle und Formate:

  • E-Mail-Sequenzen: Automatisierte Follow-ups mit relevantem Content
  • Retargeting-Kampagnen: Gezielte Ads für Leads, die bereits Interesse gezeigt haben
  • Content-Angebote: Whitepaper, Webinare, Case Studies – je nach Phase im Funnel
  • Personalisierte Ansprache: Individuelle Nachrichten basierend auf Verhalten und Interessen
  • Lead Scoring: Bewertung des Engagement-Levels zur Priorisierung

Lead Nurturing im Marketing Funnel

Lead Nurturing findet vor allem zwischen MQL und SQL statt:

  • Top of Funnel: Awareness-Content, Bildung, Problemverständnis
  • Middle of Funnel: Vertiefende Inhalte, Lösungsvergleiche, Case Studies
  • Bottom of Funnel: Demos, Erstgespräche, ROI-Berechnungen

Je näher ein Lead dem Abschluss kommt, desto spezifischer und persönlicher wird die Kommunikation.

Lead Nurturing richtig aufsetzen

Best Practices:

  • Segmentierung: Nicht alle Leads sind gleich – Content muss zur Phase und Branche passen
  • Timing: Zu häufig nervt, zu selten vergessen – finde die richtige Frequenz
  • Mehrwert: Jede Nachricht muss einen klaren Nutzen bieten, keine reinen Verkaufsbotschaften
  • Automation: Nutze Marketing-Automation-Tools für skalierbare Prozesse
  • Tracking: Messe Engagement und passe die Strategie an

Lead Nurturing vs. Lead Scoring

Lead Nurturing und Lead Scoring ergänzen sich:

  • Lead Nurturing: Aktive Betreuung und Kommunikation
  • Lead Scoring: Bewertung und Priorisierung basierend auf Verhalten

Lead Scoring zeigt, welche Leads bereit für intensiveres Nurturing oder Übergabe an Sales sind. Lead Nurturing sorgt dafür, dass Leads diesen Score erreichen.

Häufig gestellte Fragen zu

Lead Nurturing

Was ist Lead Nurturing?

Lead Nurturing ist die kontinuierliche Betreuung von Leads durch gezielte Kommunikation, um Interesse zu vertiefen und Kaufbereitschaft aufzubauen.

Warum ist Lead Nurturing im B2B wichtig?

B2B-Kaufentscheidungen dauern Monate. Ohne Lead Nurturing gehen 60-70% der Leads verloren, die nicht sofort konvertieren.

Welche Maßnahmen gehören zu Lead Nurturing?

E-Mail-Sequenzen, Retargeting, Content-Angebote, personalisierte Ansprache und Lead Scoring zur Priorisierung.

Wann endet Lead Nurturing?

Wenn ein Lead als SQL qualifiziert ist und an den Vertrieb übergeben wird – oder wenn klar wird, dass kein Fit zum ICP besteht.

Was ist der Unterschied zu Lead Scoring?

Lead Nurturing ist aktive Betreuung. Lead Scoring ist Bewertung und Priorisierung. Beide ergänzen sich im Lead-Management-Prozess.